Im Hellfeld: Was die neuen Kriminalitätszahlen über Witten verraten

13.03.2026

Im vergangenen Monat ging es an dieser Stelle um die sog. Dunkelfeldkriminalität – also Straftaten, die häufig gar nicht zur Anzeige kommen. Nun liegt die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Bochum vor. Sie zeigt das Hellfeld: die Delikte, die tatsächlich polizeilich bekannt geworden sind. Und der Blick auf Witten lohnt sich. Denn die Zahlen senden ein klares Signal. 2025 wurden in unserer Stadt 6.786 Straftaten registriert – ein Rückgang um rund 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Witten bleibt damit die Stadt mit der geringsten Kriminalitätsbelastung im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Bochum. Noch bemerkenswerter: Auch in Bereichen, die unser persönliches Sicherheitsgefühl besonders prägen, zeigen die Zahlen nach unten.

So ist die Gewaltkriminalität um fast sechs Prozent gesunken. Auch die Straßenkriminalität – also Delikte im öffentlichen Raum – ging deutlich zurück (- acht Prozent). Wer abends durch die Innenstadt geht oder den Heimweg vom Bahnhof antritt, darf sich also durchaus bewusst machen: Die objektive Sicherheitslage in unserer Stadt entwickelt sich positiv.

Besonders erfreulich ist der Blick auf die Zahlen der Wohnungseinbrüche, die um mehr als 30 Prozent zurückgegangen sind. Eine Entwicklung, die besonders wichtig ist – denn wenn Fremde in die eigenen vier Wände eindringen, geht es für Betroffene um weit mehr als gestohlene Gegenstände. Hinter den positiven Zahlen stecken erfolgreiche Präventionsarbeit, aufmerksame Nachbarschaften und engagierte Polizeiarbeit.

Es gibt aber auch Entwicklungen, die Aufmerksamkeit erfordern. Taschendiebstähle haben leicht zugenommen-ein Delikt, das gerade in belebten Bereichen oder bei Veranstaltungen auftritt (knapp + 10 Prozent). Hilfreich ist immer: Wertsachen nah am Körper tragen, Taschen schließen und in Menschenmengen aufmerksam bleiben. Kriminalität verlagert sich außerdem zunehmend in den digitalen Raum. Betrugsdelikte, wie bei vermeintlich lukrativen Online-Investments nehmen zu. Hier können Skepsis gegenüber zu guten Versprechen und ein kurzer Moment des Nachdenkens viel Geld und Ärger ersparen.

Letztendlich zeigt die Statistik vor allem eines: Witten ist eine sichere Stadt. Sicherheit entsteht immer gemeinsam: durch eine engagierte Polizei, eine funktionierende Zusammenarbeit mit dem kommunalen Ordnungsdienst – und Bürgerinnen und Bürger, die hinschauen, aufmerksam bleiben und den Mut haben, Beobachtungen zu melden. Denn jedes aufgeklärte Delikt beginnt oft mit einem Hinweis. Ihre Sarah Kramer